Am 31.03.2018 schließt die letzte der drei Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA) auf dem Flugplatz in Bitburg.
Sie sind hier: Aktuelles » Am 31.03.2018 schließt die letzte der drei Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA) auf dem Flugplatz in Bitburg.

Am 31.03.2018 schließt die letzte der drei Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende (AfA) auf dem Flugplatz in Bitburg.

Fotos: Herbert Piel

Bitburg (rh)  Nachdem die im Sommer 2015 aufgebaute Zeltstadt zum 30. April 2016 und die sogenannte Alarmhalle Ende 2016 geschlossen wurde, schließt nun auch die letzte der drei  Erstaufnahmeeinrichtungen auf dem Flugplatz, das Festgebäude 111/112, das seit Oktober 2015 in Betrieb war. Diese drei Aufnahmeeinrichtungen waren fester Bestandteil der rund 20  Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Rheinland-Pfalz. In Spitzenzeiten waren 1.500 Flüchtlinge auf dem Flugplatz in Bitburg, in den drei genannten Einrichtungen, untergebracht. Hochgerechnet wurden in den fast drei Jahren um die 10.000 Menschen längerfristig versorgt.

Der Regelaufenthalt der Flüchtlinge lag anfangs bei 1-2 Wochen, später 4-8 Wochen und am Schluss auch einige Monate. Dazu kamen noch ca. 15.000 Menschen, die in der Alarmhalle versorgt wurden. Diese war nur für einen Kurzaufenthalt von bis zu zwei Tagen geplant, bis eine Weiterverteilung in die Aufnahmeeinrichtungen in ganz Rheinland-Pfalz erfolgte.

Die Aufgaben des Bitburg-Prümer Roten Kreuzes waren: der Betrieb der jeweiligen Einrichtung, Sicherstellung aller administrativen Aufgaben, Organisation, Unterbringung und Verpflegung, Unterstützung der Asylbegehrenden in individuell persönlichen Anliegen, Soziale  Betreuung, Betrieb einer Krankenstation (mit ärztlicher Betreuung und guter Zusammenarbeit mit der Kreisärzteschaft) und Kinderbetreuung.

Für uns waren die letzten knapp drei Jahre eine tolle Zeit mit einer herausfordernden Aufgabe. Wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben“, sagt Rainer Hoffmann, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bitburg-Prüm.

Die Arbeit – logistisch, organisatorisch, wie sozial – wäre ohne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht möglich gewesen. Neben den 60 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Sozialarbeiter, Erzieher, Krankenschwestern und Organisationshelfer, setzten sich um die 250 Ehrenamtliche dafür ein, dass alles reibungslos funktionierte.

Landrat Dr. Joachim Streit dankte den vielen engagierten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Bitburg war eine gut strukturierte und überall im Land als Aufnahmeeinrichtung anerkannte Einrichtung, welche als Hauptaugenmerk vor allen die innere Krisenintervention als Fokus hatte. Ein Kredo aller Beteiligten war immer: „Sind die Menschen vernünftig unterbracht, medizinisch gut versorgt und sozial eingebunden und beschäftigt, kann man in Ruhe alle individuellen persönlichen Bedarfe der Einzelnen besser abarbeiten“, so der Landrat in seinen Dankensworten.

Das DRK hat alles dafür getan, eine harmonische, respektvolle und neutrale Einrichtung zu betreiben. Herzlichen Dank für diese Worte, auch die Zusammenarbeit mit den Behörden war klasse.

28. März 2018 14:27 Uhr. Alter: 174 Tage